Migration, Asylbewerber, Flüchtlinge

Asylunterbringung:
Das zu Ende gehende Jahr hat mit dem Thema Asyl auch unsere Gemeinde vor große Herausforderungen gestellt und wird uns im kommenden Jahr bzw. Jahren noch mehr fordern. Wir sind verpflichtet, Kriegsflüchtlingen zu helfen und das wollen wir aus Überzeugung tun.

Ebenso deutlich muss aber gesagt werden, dass die Aufnahme von Menschen, die aus rein wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen, unsere Gesellschaft überfordert. Das sehen wir auch in unserer Gemeinde.

Wir haben bisher über 70 Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung aufgenommen und müssen nun gemäß dem Einwohnerschlüssel dem Landratsamt die Möglichkeit bieten, zunächst 150 bis 200 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften neu zu schaffen. Und wir wollen dies tun, ohne dafür eine Sporthalle bereitstellen zu müssen und wir schaffen dies auch, davon bin ich überzeugt.

Allerdings werden auch wir zukünftig wohl die Anschlussunterbringung nicht mehr nur in kleinen Wohneinheiten anbieten können. Durch die großen Einheiten wird dies die unmittelbare Umgebung belasten und uns vor riesige Herausforderungen stellen, die wir jedoch gemeinsam angehen und lösen wollen.

Alle zusammen, Bürgerschaft und durch Kriegswirren zugewiesene Flüchtlinge, wollen ein gutes und faires Miteinander und für alle gelten die gleichen Regeln.

Ich danke besonders jenen, die uns durch die Bereitstellung von Wohnungen helfen oder die durch Deutschkurse, Übernahme von Patenschaften usw. ein großartiges ehrenamtliches Engagement zeigen. Etwa 40 ehrenamtlich aktive Helfer leisten eine unglaublich positive Arbeit. Mein Dank geht auch an den Unterstützerkreis Migration.

Und dass darunter nicht der sonstige ehrenamtliche Einsatz gelitten hat, freut mich ganz besonders.

Ich bin als Bürgermeister sehr stolz darauf, was unsere Gemeinde auch in schwierigen Zeiten leisten kann.
Edgar Lamm, Bürgermeister