Volles Haus beim Gemeinschaftsgartenprojekt

Viele Helfer und Interessierte kommen zur Einweihung der neuen Gartenhütte. Für die Bepflanzung im Frühjahr werden noch Helfer gesucht.

Harke, Rechen und Co. finden nun beim interkulturellen Gemeinschaftsgartenprojekt in Oberuhldingen ihren Platz in der neu eingeweihten Gartenhütte. Der erste Schritt ist getan, damit im Frühjahr mit der Bepflanzung begonnen werden kann.

"Es ist wie beim Puzzeln – wenn der Anfang gemacht ist, geht es einfacher und schneller", sagte Ruth König, die gemeinsam mit vier gartenbegeisterten Mitstreitern das Projekt koordiniert. Zur Einweihung der Gartenlaube zeigt sich auch der Vorteil eines wetterfesten Unterstands. Trotz Nieselregen und kalten Temperaturen feierten Handwerker, Helfer und Interessierte zusammen den ersten Meilenstein.

Im vergangenen Dezember wurde das Gartenprojekt durch den kommunalen Flüchtlingsdialog auf den Weg gebracht. Ein geeignetes Grundstück hat das Team um Ruth König hinter dem Sport- und Funpark in Oberuhldingen von der Gemeinde gestellt bekommen. "In der Gemeinde und bei den Handwerkern haben wir bei unseren Anfragen stets positive Rückmeldungen und Entgegenkommen erlebt", freute sich Susanne Hofmaier, Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen.

Neben den Einheimischen arbeiteten auch zahlreiche Geflüchtete, die in der naheliegenden Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Aachmotel wohnen, unter der Anleitung von Zimmermann Heiner Schröder an der Laube. Kaibar Rahimi aus Afghanistan war sichtlich stolz auf seine Arbeit. "Noch am vergangenen Samstag habe ich die letzten Platten angebracht", erklärte er den Interessierten. Neben seiner Arbeit als Fahrradmechaniker in Weildorf habe ihm die Arbeit im Gemeinschaftsgarten viel Spaß gemacht. Auch Johanna Krajka kann die gute Stimmung vor Ort nur bestätigen: "Es war ein kleines Abenteuer für uns. Mit wenig Werkzeug und wenigen Fachkenntnissen haben wir etwas geschaffen." Beim gemeinsamen Werkeln käme man ins Gespräch. Nicht nur Lebensgeschichten, sondern auch Ideen werden getauscht. "Im Garten kommuniziert man im Tun. Neben der kreativen Arbeit kann man das Produkt der Arbeit auch noch essen", so König. Wenn es an die Bepflanzung geht, würden sich Projektleiter und Freiwillige über weitere Helfer freuen. "Das Projekt muss wachsen, wie alles im Garten."

(Quelle: Südkurier vom 30.11.2017)