Bau eines neuen Bauhofs wird in Angriff genommen

Der Gemeinderat beschließt die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Hofhalde“ und vergibt den Auftrag an das Planungsbüro Helmut Hornstein.

Um einen neuen Bauhof und ein landwirtschaftlich genutztes Betriebsgebäude bauen zu können, hat der Gemeinderat die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Hofhalde“ beschlossen. Beauftragt damit wurde das Überlinger Planungsbüro Helmut Hornstein. Gleichzeitig hat das Gremium die Änderung des Flächennutzungsplans für diesen Bereich im Parallelverfahren verabschiedet und beim Gemeindeverwaltungsverband Meersburg die Neuaufnahme der geplanten Sonderbaufläche "Hofhalde" mit einer Fläche von 23 000 Quadratmetern beantragt.Im Norden wird der Bereich durch landwirtschaftliche Flächen des selben Flurstücks, im Osten durch einen asphaltierten Weg, im Süden durch die Kreisstraße 7765 und im Westen unter anderem vom Wilhelmshof begrenzt. Ursprünglich wollte auf diesem Grundstück neben dem Wertstoffhof in Oberuhldingen der Landkreis einen Neubau für 40 Flüchtlinge und Asylsuchende errichten, was aber verworfen worden ist.

Ortsbaumeister Norman Ziege teilte mit, dass die Gemeinde wegen des Alters des bisherigen Bauhofs und der zahlreich zu bewältigenden Aufgaben für das Gemeinwesen einen neuen Bauhof errichten möchte und müsse. Aufgrund der notwendigen Funktionen und Flächen wie Silos, Bereitschaftsdienste und Winterdienst sowie der damit verbundenen Emissionen bevorzuge man den Neubau in einer Ortsrandlage. Zusätzlich solle mit dem Bebauungsplan der Markgräflich Badischen Verwaltung die Möglichkeit gegeben werden, sich dort mit anzusiedeln.

Zieger betonte: „Geplant ist dabei die Errichtung von Hallen und Gebäuden zur Unterbringung der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte und des dazu benötigten Personals. Damit sprach Zieger Saisonarbeitskräfte wie Erntehelfer an. „Auch in diesem Fall ist aufgrund der Ernteeinsätze und der entsprechenden Emissionen eine Ortsrandlage anzustreben." Zusätzlich sei für landwirtschaftlich genutzte Gebäude von einer Privilegierung auszugehen. Bürgermeister Edgar Lamm ergänzte, dass für das Gelände des Bauhofs rund 8000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stünden. Wie wichtig der Bau des Bauhofs ist, ließ Gemeinderätin Gabriele Busam durchblicken: „Das ist keine Spaßgeschichte, sondern eine dringende Notwendigkeit.“

(Quelle: Südkurier vom 24.11.2017, Holger Kleinstück)