Neuer Fußweg in Oberuhldingen bietet deutliche Abkürzung für viele Menschen

Einen neuen Fußweg gibt es auf dem Grundstück der Stiftung Liebenau im Ortsteil Oberuhldingen. Dieser stellt insbesondere für die Bewohner der Immengasse und des Wohngebiets Ried eine wesentliche Erleichterung dar.

Freude über einen neuen Fußweg im Ortsteil Oberuhldingen: Dieser stellt insbesondere für die Bewohner der Immengasse und des Wohngebiets Ried eine wesentliche Erleichterung dar. Jetzt wurde er offiziell seiner Bestimmung übergeben. „Ganz unkonventionell“ habe die Stiftung die Bereitschaft erklärt, dass die Gemeinde diesen Weg habe anlegen dürfen, betonte Bürgermeister Edgar Lamm bei der Inbetriebnahme des Weges.

Abkürzung zum Bahnhof

„Viele Bürger brauchen nicht zur Bahnhofstraße herauslaufen, um zum Bahnhof oder Busbahnhof zu kommen, sondern haben jetzt diese Abkürzung direkt über das Grundstück der Stiftung Liebenau. Das ist wirklich eine ganz tolle Sache für die gesamte Gemeinde“, freute sich der Rathauschef. Sein Dank galt der Stiftung und den Mitarbeitern des Bauhofs, die den Weg angelegt haben sowie an Ortsbaumeister Norman Zieger für dessen Koordination. Dieser gab den Dank weiter: "Ja, es hat alles gut funktioniert“, sagte er.

Unkompliziert funktioniert

Die Stiftung Liebenau sei von Anfang an jederzeit willkommen in der Gemeinde gewesen, machte Justiziar Thomas Kaldenbach von der Stiftung deutlich. „Insofern war es einfach ein Teil zurückzugeben, was uns entgegengebracht wurde.“ Zum anderen diene die Erschließung natürlich auch all den Menschen, die in dem Haus der Stiftung wohnen und betreut würden. „Und wenn wir hier etwas zurückgeben konnten, dann war das für uns eine Selbstverständlichkeit. Das hat alles ganz unkompliziert funktioniert“, freute sich Thomas Kaldenbach.

In Gesellschaft integrieren

Die kirchliche Stiftung hatte im Vorjahr die Bildungs-, Begegnungs- und Förderstätte (BBF) neben dem Feuerwehrgerätehaus und ein Wohnhaus an der Bahnhofstraße für Menschen mit hohem und höchstem Unterstützungsbedarf errichtet. Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Häuser im Februar hatte Lamm gesagt, mit den beiden Häusern habe sich die Stiftung Liebenau für den richtigen Weg in die richtige Richtung entschieden. „Inklusion ist heute in aller Munde und die quasi Abschottung von Behinderten ausschließlich in großen zentralen Einrichtungen ist nicht mehr zeitgemäß, sondern es besteht eindeutig die Verpflichtung für uns alle, Behinderte in der Gesellschaft zu integrieren, denn sie sind ein Teil von uns“, sagte er.

Die Stiftung

Die Stiftung Liebenau, eine kirchliche Stiftung privaten Rechts aus Meckenbeuren, befähigt Menschen, die besondere Unterstützung benötigen, zu größtmöglicher Selbstbestimmung und einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die beiden Häuser ermöglichen es 24 Menschen mit Assistenzbedarf, inmitten der Gemeinde zu leben und zu arbeiten. Im Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF) erhalten sie eine verlässliche und individuell gestaltete Tagesstruktur. Die Baukosten für die beiden Gebäude beliefen sich auf 3,6 Millionen Euro für das Wohnhaus und auf 1,5 Millionen Euro für das BBF.

(Quelle: Südkurier vom 22.05.2018, Holger Kleinstück)